1821 - 2021

200 Jahre Grundsteinlegung der Kirche Schwanheim


Schon im Jahr 1781 hatten die Schwanheimer Bürger einen Antrag zum Bau einer Kirche gestellt. Der damalige Pfarrer Emil Wazenborn vom Kirchspiel Neunkirchen, zu dem Schwanheim gehörte, hatte den Bau einer Kirche als einen törichten Vorsatz abgetan. 39 Jahren nach dem ersten Antrag haben die Schwanheimer Bürger am 22. September 1820 ein weiteres Bittschreiben an das „Großherzogliche Ministerium des Inneren“ gestellt. Es kam wieder eine ablehnende Antwort. Pfarrer im Kirchspiel Neunkirchen war zu dieser Zeit Albert Ludwig Danquard. 

Auf ein wiederholtes Gesuch der Schwanheimer Bürger vom 30.4.1821, in dem der „Riß und Ueberschlag“ für die neue Kirche dem Ministerium des Innern vorgelegt wurde, kam am 7. Mai 1821 die gleiche ablehnende Antwort, dass man die Aufstellung eines leichten Schopfens auf dem Kirchhof und die Aufsparung der übrigen Mittel zur Erbauung einer ordentlichen Schulwohnung mit einem geräumigen Saal; zu Kopulationen, Taufen, Kinderlehren und Leichenreden immer noch für weit zweckmäßiger halte, als die Erbauung einer Kirche. Wenn die Gemeinde aber auf letzterem bestehe und solche ganz aus eigenen Mitteln ausführen wolle, dann könne das Ministerium solches nicht verhindern, werde aber keinerlei Unterstützung dazu leisten. 

Das hat den Schwanheimern genügt und sie haben ihre Kirche gebaut.

 

beigetragen von Herbert Kronenwett

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